Rezension zu “Verrat – sieben Verbrechen an der Liebe” von Jessica Schulte am Hülse (Rezensionsexemplar)

 

Titel: Verrat – Sieben Verbrechen an
der Liebe

Autorin: Jessica Schulte am Hülse
Verlag: Karl Blessing Verlag  
Erschienen am: 18. September 2017
Seitenzahl: 253 Seiten
Preis: Print 19,99€
Preis: E-Book 15,99 €
„Wir müssen bereit sein,
uns von dem
Leben zu lösen,
das wir geplant haben,
damit wir das Leben finden,
das auf uns
wartet.“
-Oscar Wilde
Inhalt
Was, wenn deine größte
Hoffnung zu deinem größten Albtraum wird? Jessica Schulte am Hülse beschreibt
in sieben Erzählungen das große und das kleine Drama der Liebe. Gemein ist den
Erzählungen ein Verrat, der die Liebe zwischen zwei Menschen oder das
Verhältnis zwischen zwei Menschen beschädigt, belastet, zerstört. Am Ende jeder
Geschichte stehen die Menschen traumatisiert oder auch befreit vor den Scherben
dessen, was einmal Vertrauen, Geborgenheit, Freude und tiefe Liebe war. Mal
kommt die Unwahrheit auf leisen Sohlen, mal brutal und unfair mit großen
Schritten, mal finden die Verratenen einen Weg aus dem Drama, mal zerbrechen
sie an der Heftigkeit des Erlebens und können sich nur durch radikale Schnitte
aus dem Tumult und der Verstrickung befreien. Verrat. Sieben Verbrechen an der
Liebe – das sind sieben Geschichten, die uns teilhaben lassen an den
Verletzungen, die sich Menschen willentlich oder unwillentlich antun im Namen
der Liebe. Packend, traurig, bestürzend und von großer psychologischer
Intensität.
 (Quelle: Lovelybooks)
Meine Meinung
Vielen
lieben Dank an den Bloggerportal und dem Blessing Verlag für die Bereitstellung
des Rezensionsexemplars.
Das
Cover ist eher schlicht gehalten, durch diese Schlichtheit sieht es sehr schön
aus.
Der
Schreistil ist einfach gehalten und ermöglicht einen schönen Lesefluss.
Ich
weiß gar nicht so recht was ich von dem Buch halten soll, irgendwie kann ich
kaum glauben, dass alle diese Geschichten wahr sein sollen.
Beim
lesen der Geschichten war ich regelrecht schockiert wie Menschen sich das
gegenseitig antun können und das ganze ohne ein schlechtes Gewissen oder Reue
zu empfinden.
Das
Vorwort der Autorin war wunderschön geschrieben. Die Einleitung in das Buch ist
ihr wirklich gut gelungen.
Ihre
Idee diese ganzen Geschichten zu erzählen, fand ich zu Anfang eher
ungewöhnlich, aber diese Erzählungen haben es in sich.
Die
Geschichte die mich am meisten schockiert hat – ist die Geschichte von einer
jungen Frau Namens Ulrike die von Ost Berlin nach West Berlin floh, um ihrem
Elend zu entkommen. Während der Flucht änderte sie ihren Namen von Ulrike zu
Rachel. Viele Jahre später heiratet sie einen erfolgreichen Lehrer und geht
einem Beruf als Krankenschwester nach. Ihr großes Glück ist ihre kleine
Tochter.
Rachel
wird mit den Jahren immer gehässiger und macht ihrem Mann das leben schwer.
Als
eines Tages ihr Bruder Tilo vor der Türe steht und ihrem Mann alles von Ulrikes
Flucht erzählt, ist ihr Ehemann schockiert über Rachels Vergangenheit. Als er
seine Frau am selben Abend Noch auf die Geschehnisse des Tages anspricht,
streitet sie alles ab. In dieser Nacht räumt sie das gemeinsame Sparkonto leer
und verlässt das Land, mal wieder fängt sie ein neues Leben an, an einem Ort an
dem sie keiner kennt.
Ich
finde es erschreckend wie Rachel ihren Mann und auch die gemeinsame Tochter
einfach so sitzen lassen konnte. Besonders erschreckende finde ich es, dass sie
einfach geflohen ist ohne zu versuchen ihrem Mann alles zu erklären. Das sie
ihre Tochter einfach so im Stich lässt kann ich nicht nachvollziehen.
Alle
Geschichten haben mich sehr erschrocken und mitgenommen. Was mich sehr
interessiert ist, was in den Köpfen dieser Menschen vor sich geht, und was ein
Mensch erleben muss um so etwas zu tun. Leider werde ich auf diese Fragen nie
eine Antwort erhalten, da sich solche Taten leider nicht erklären lassen.
Fazit
Nach
diesen sieben, erschreckenden Geschichte habe ich nun ein ganz anderes Bild der
Menschheit vor Augen.
Bewertung
⭐⭐⭐
(3 von 5 Sternen)

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